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Zu Hartz IV und pseudoliberalem Bürgergeld

9. Oktober 2009

Von Roger Beathacker

Der sogenannte Hartz IV-Regelsatz orientiert sich am gesetzlich festgelegten sozio-kulturellen Existenzminimum. Diese Festlegung beruht aber keineswegs auf den tatsächlichen materiellen und gesellschaftlichen Verhältnissen und Existenzbedingungen, sondern erfolgte vor allem mit Blick auf haushalts- und wirtschaftspolitische Wünschbarkeiten. Die empirische Lebenswirklichkeit der Betroffenen spielt hier – wie übrigens in der gesamten Hartz-Gesetzgebung -, wenn überhaupt, dann eine „höheren“ ökonomischen Interessen (nicht: Gegebenheiten) untergeordnete Rolle. Man könnte auch sagen, dass die Höhe des ALG II nach dem Grundsatz „Und wer nicht kommt zur rechten Zeit, muss nehmen das was übrig bleibt“ festgelegt wurde. Die ökonomisch Abgehängten haben sich mit dem zu bescheiden, was dem Gewinnstreben der ökonomischen „Eliten“ gerade noch entbehrlich erscheint.

Weiter bei Nebenbei bemerkt

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